Wieder am Ufer…

…der schönen grauen Donau, reden wir ein bissl über Glück und glücklich sein. Also jetzt auch nicht so philosophisch intellektüll wies klingt, mehr wegen einem Projekt inklusive Leute diesbezüglich befragen für einen Kurs, die Kategorie. Und ja vielleicht auch längst ausgelutschtes Thema, mit so Floskeln und „schon irgendwie“-Wissenschaft in Formel: „Glück ist nicht gleich Zufriedenheit. Glück ist (gleich) Zufriedenheit plus möglichst viele Sahnehäubchen.“ Eh lustig und klar, kann man so sagen, aber schon auch ein bissl, „Mineralwasser ist nicht gleich Wasser. Mineralwasser ist Wasser plus möglichst viele Blasen.“ Da hab ich halt das Gefühl, ich hab jetzt nicht mehr Idee von der Grundmaterie und die is ja wohl immer noch Wasser. Na gut egal, kritisiert hat man ja schnell und dann meistens selber keine Ideen. So geht’s mir jetzt ein bissl, weil meine hochstrebenden Gedankengänge betreffen auch nur mein ganz persönliches Erleben und das is dann für allgemein gültige Formel genauso nix natürlich. Aber hey, mein Blog, also eh scho wissen. Ich unterscheid mal zuerst zwischen Glück und glücklich sein. Da stell ma dem großen Glück noch ein Hilfszeitwort zur Seite, wegen fair und so, sag ma: Glück haben. Jetzt bei mir Folgendes: Ich nämlich sogar doppelt Glück gehabt. Zum einen, weil ich meine Eltern, als Eltern bekommen hab (also jetzt im Sinne von allererste Bezugspersonen, die hätten auch ganz anders heißen können) und zweitens, weil ich meine Eltern als Eltern bekommen hab. Zwei ganz verschiedene Dinge, fast so passiv-aktiv. Das erste Glück haben geht so: unabhängig voneinander, haben beide meiner Eltern, wie so viele, mit Sicherheit nicht gar alle Tassen im Schrank aber eben die wichtigen. Und das kann schon einen essentiellen Unterschied machen. Also bei mir zumindest, da wüsst ich jetzt nicht, ob ich so insgesamt gut drauf, also nennen wirs grob glücklich und zufrieden, wär, wenn da eben nicht von Anfang an wer dagewesen wär, der mir so glaubhaft vermittelt, dass ich schon gut bin, wie ich bin und niemandem nix beweisen muss, um geliebt zu sein. Da tut man sich schon direkt leichter auch mit der Selbstliebe, glaub ich halt. Da könnt ich jetzt auch noch viel näher drauf eingehen aber das wird dann so lang und ich komm vom Hundertsten ins Tausendste wieder und Nudel-Bild hab ich auch kein passendes. Aber hab ich eben Glück gehabt, dass das solche Menschen sind, direkt von Anfang an und dann auch gleich zwei davon. Das zweite Glück ist: das das MEINE Eltern geworden sind. Die hätten ja auch wen andern kriegen können! So einen Rotzfratz, der nicht ich bin, den hättens auch bedingungslos geliebt, so wie die drauf sind, da wett ich was, sogar mit seinem blöden Gschau, auch, ts. Also auch Glück gehabt im Sinne von Zufall im Sinne von nix dafür getan. Und dann das mit dem glücklich sein vielleicht leichter aufs Leben gesehn? Ach ich weiß nicht, es gibt wahrscheinlich soviel Versionen wie Menschen, für mich würd ich sagen:Glücklichsein ist die Folge von Glück haben. Glück haben ist eben Glück haben plus dieses Glück empfinden. Sich glücklich fühlen ist sich frei fühlen. Freiheit ist, nicht nach Liebe suchen zu müssen, weil man schon weiß, dass sie da ist.

So jetzt langts aber.

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