Wir malen aus.

Also jetzt nicht die ganze Wohnung aber mal die Küche. Klingt nach nicht so viel, reicht aber völlig von der Action her. Da muss man in den Obi starten als erstes und kauft weiße Farbe, Pinsel, Rolle mit Teleskopstange und ohne, Spachtelmasse plus Spachtel, Abdeckplane und Malerkreppband oder wie das heißt. Weil wir die Länge über der Küchenzeile mit Latexfarbe anpinseln wollen, weil abwaschbar, müssen wir uns die, in der Farbenmischabteilung, von einem eher unterdurchschnittlich motivierten Obi-Mitarbeiter zusammenmischen lassen. Dieser circa ein Meter breite und fünf Meter lange Wandabschnitt soll nicht (mehr) weiß, sondern in Farbe sein, haben wir beschlossen. Lang und breit diskutiert freilich auch welche Farbe. Wir haben uns noch in der Küche sitzend, irgendwann endlich für ein recht kräftiges lachs-Pastell-irgendwas entschieden und wissen jetzt, wo wirs dem Obi-Misch-Mann ansagen sollen, natürlich nicht, was wir eigentlich wollen. Er sagt, er hat ALLE Farben und gibt uns haufenweise Muster zum durchschauen. Da ist ein richtig goldiges Gold dabei. Wir sind uns schnell einig, „wir wollen das Gold!“, „das gibt’s nicht“, meldet der Obi-Typ. Aha. Na gut. Blau is mediterran aber kalt. Rot und Orange zu hippie, aus dem Alter sind wir raus. Die eine mag nix, das ins Grünliche geht, die andere nix mit Violett und Gelb ist fleckentechnisch undankbar. Wir denken an die wahnsinnig schirchen und schon einigermaßen abgewohnten Fliesen am Küchenboden. Die sind dafür sehr dankbar, halt in die andere Richtung, die schaun auch frisch gewischt schmutzig aus. Wir müssen lachen. Der Obi-Mann nicht. Irgendwann reicht’s dann auch und wir nehmen, irgendeine dunkle Himbeere und geht scho gemma. Das Zeug in die Wohnung geschleppt, steht unsrer Aktion fast nix mehr im Wege. Naja, außer alles halt. Wortwörtlich. Dieses Ausgemale grundsätzlich keine so große Sache, nur, da muss man ja zuerst mal wegräumen radikal. Also müssen müsst man vielleicht nicht, ich schlag eh vor, um alles herumzumalen, Kühlschrank und so, aber nix da, wenn schon, dann gscheit undsoweiter. Na gut, irgendwann steht alles überall verteilt und die Küche ist leer, dann noch abgedeckt, alle Löcher verspachtelt und voller Elan los mit erster Schicht. Ja. Und dann gleich Wind aus den Segeln, kommt einem da großflächig die Decke entgegen. Ist offensichtlich nicht die erste Lage Farbe, die da oben pickt. Wir entscheiden uns irgendwann, da stellenweise vorsichtig zu pinseln und auch nur ein Mal, was schwer unbefriedigend ist, von der Deckkraft her, aber was solls, zur Not gibt’s halt ein Warnschild an der Küchentür „wer rauf schaut ist selber blöd“, so in der Richtung. Die Wände werden superschön dafür und irgendwie spaßig ist das schon auch, jede werkelt herum, is voller Farbspritzer und trinkt schon vormittags Flaschenbier, das kommt uns sehr malermäßig vor. Dann getrocknet über Nacht und die zweite Schicht und alles ist strahlend weiß und wir ganz zufrieden. Alles bis auf den Meter über der Küchenzeile freilich, die ist dafür abgeschmirgelt und bereit für ihren Latex-Anstrich. Der kommt dann auch… nur leider gar nicht so gut. Also mir wär’s eh wurscht, wie meistens, aber dass es keiner gefällt und jede das Gefühl gehabt hat, „damals“ im Obi nur Ja und Amen zu sagen, weil’s sonst nie ein Ende nimmt, das is mir dann doch nimmer Wurscht. Wir diskutieren das gefühlte drei Tage lang, immer, wenn wir in der Küche sitzen, die inzwischen auf Standby bleibt. Das geht von „man gewöhnt sich an alles, aber gefallen wird mir das nie“, über „wenigstens wird man die Tomatensaucespritzer wirklich nicht sehen“, über „ach mal ma noch a Schicht, vielleicht wird’s dann besser“ und „sonst kann man ja immer noch irgendwann…“, da steh ich auf, nehm das Schmirgelpapier und beginne mit dem neuerlichen Aufrauen. Was man nicht jetzt macht, macht man nie…

Alle sind der Mittelpunkt…

…ihres eigenen Universums, eh logisch. Es gibt Tage oder wohl eher Momente, da ist mir das voll bewusst irgendwie. Und dann beobacht ich die Frau an der Kassa im Spar zum Beispiel und dann flasht mich das. Also sie begrüßt mich und schaut so den Bruchteil einer Sekunde hoch, weil das, nehm ich mal an, Teil ihrer Job-Description is und ich denk mir, schau an, da sitzt sie. Und da haben wir eigentlich überhaupt nix miteinander zu tun, außer, dass sie meine Eier und Strumpfhosen über das Band zieht-wobei, so oft wie ich in den Spar renn, ergibt das eh einiges an Schnittstellen genaugenommen. Egal, sie ist mir also eigentlich ein bissl wurscht, wir haben auch nicht so den vibe, anders übrigens, als damals noch im Zielpunkt die Wurst-Theken-Frau, die war mir überhaupt nicht wurscht, im Gegenteil, die vermiss ich, die war die vielleicht großartigste Frau überhaupt und ich hab sie nie um ihren Namen oder gar ihre Nummer gefragt, weil ich Angst gehabt hab, dass sie mich komisch findet. Vielleicht hab ich mir auch gedacht, dass die soviel Leben hat, außerhalb vom Zielpunkt, also quasi eh schon Sozialstress, dass die mich da jetzt nicht auch noch braucht und unsere Beziehung wahrscheinlich lieber an der Wursttheke belassen will. Wie auch immer, da siehst du mal, das muss schon an der Ausstrahlung gelegen haben. Weil klar war die in Fleischfragen kompetent und insgesamt freundlich, aber das sind ja eh die Meisten. Ich hab bei der immer das Gefühl gehabt, die ist genau da wo sie sein will. Nicht weil sie muss, oder nix anderes gelernt hat oder was. Die könnt Bundeskanzlerin oder CEO von wasweißich auch machen, da wett ich was. Und das ist wohl der springende Punkt: Die hat so eine „do what you like- like what you do“-Aura, da komm ich gar nicht auf die Idee, die könnt irgendwas anderes als der Mittelpunkt des Universums sein. Weil es gibt Tage, da hab ich so den Fokus auf mir selbst, da kommts mir vor, als wären alle andern nur Komparsen. Also sind sie ja auch, je nach Blickwinkel, genauso wie ich nur Komparsin bin in deren Leben. Nur eben niemals mit so Menschen wie der wunderbaren Wurstfachverkäuferin. Die würd ans Set kommen, weil sie in der Zeitung gelesen hat, dass die für eine Kaffehausszene noch Leute suchen, die im Hintergrund an den Tischen sitzen und sie sich spontan gedacht hat, „das klingt lustig, das schau ich mir mal an.“ Und dann würd sie da sitzen, fast schon in der Unschärfe und dann würd der Regisseur, wenn er halbwegs kompetent is, gleich nach dem ersten Take einsehen, dass sie viel zu präsent ist, also vor lauter „aktiv da“, den Fokus von der eigentlichen Handlung abzieht und dann würd er sie entweder nach Hause schicken oder ihr, was mir wahrscheinlicher vorkommt, direkt eine Hauptrolle verpassen und dann geht’s zack zack, Cannes, San Sebastian, roter Teppich und alles…

Ich lieb das immer…

…wenn ich auf die Uhr schau und dann sind da so die gleichen Zahlen. Oder eben gespiegelt. Funktioniert freilich nur, wenn digital. Schon auch irgendwie heftig, dass ich, wenn ich auf die Uhr schau, eigentlich aufs Handy schau. Also die Handy Uhr eben. Hat da noch irgendwer eine Armbanduhr? Also jetzt nur mit ihrer U(h)r-Funktion? Weil klar, Applewatch und sonstige Hightechteile, die einem jederzeit anzeigen, ob man noch Puls hat oder schon am abnibbeln is und so was alles. Egal, jedenfalls mag ich diese Zahlen so- also zum Beispiel 22:22 ist gut und dann noch besser 13:31 oder 01:10 und umgekehrt. Wenn ich also aufs Handy schau und da steht dann sowas, da freu ich mich immer, auch so ein bissl richtige Zeit, richtiger Ort vielleicht. Ich weiß natürlich, wenn man da alle durchgeht, is auch nicht mehr so gering die Wahrscheinlichkeit, dass man eine davon erwischt, wenn man wie gestört ständig nachschaut oder drauf wartet, dass die Zeit umspringt, auf die die man haben will. Mach ich aber nicht. Nein wirklich nicht! Das bringt dann nämlich nix, da kommt nicht das selbe Gefühl auf. Leider. Und dann am allerallerschönsten: 00:00. Das ist Silvester irgendwie. Stimmt ja auch, fängt schließlich jeden Tag an, das neue Jahr, wenn man’s so sehn will. Und so will ich’s sehn! Hat mich als Jugendliche schon nervös gemacht, das mit den Vorsätzen für ein ganzes Jahr immer auf den letzten Drücker im alten. Da is mir dann vielleicht die Luft raus am, sagen wir, 17. Jänner und dann eigentlich eh schon voll versemmelt, muss ich wieder warten bis Neujahr. Aber nein- Jeden Tag alle neuen Chancen! Wie großartig ist das denn bitte?! Und das ging zwar um 12:17 auch, aber doch eine recht uncharmante Zahl, da sind wir uns glaub ich einig, da macht 00:00 schon mehr her. Ich fühl das wirklich so, da ist alles auf Null-übertragen und direkt- und dort fängt man eben von vorne an. Also nur wenn man mag natürlich, müssen tut hier niemand!

Was für eine Vollpfeife…

…muss man eigentlich sein, um einen Flug zu verpassen?, hab ich mir schon oft überlegt. So eine wie ich, weiß ich jetzt. Geht übrigens ganz einfach- zu spät dran sein, weil man ja cool nur mit Handgepäck fliegt und meint, dass man da, ohne online Einchecken, easy cheesy einfach am Automaten seinen Pass reinhält und sich sein Ticket ausdruckt und mit langen Beinen dann große Schritte und geht schon. Sowieso klar, malt man sich dann kein Gesicht mehr auf oder besprüht sich mit 15 Parfums, da geht man direkt zum Gate, zack zack. Ja, hätt auch alles Bombe funktioniert, 30 Minuten vor Abflug. 28 Minuten vorher allerdings ganz andere Geschichte. Weil da geht dann überhaupt nix mehr und fliegen schon gar nicht. Das ist so automatisiert alles, da kann dir dann noch nicht mal eine Schalterperson mehr helfen. Vielleicht, wenn du ein tolles Ticket hättest, aber mit Economy-light vergiss es. Da schicken sie dich noch zum Umbuch-Schalter, aber wahrscheinlich bloß, damit du ihnen hier nicht in Tränen ausbrichst, sondern eben erst denen im ersten Stock, die dir erklären, dass man dein Ticket (vor lauter „light“) nicht umbuchen kann. Das machen die eh sehr liebevoll, auch wie sie dir dann einen neuen Flug raussuchen, eine Watschen is es trotzdem, wenn du erfährst, dass dich der Spaß jetzt zusätzlich mehr als doppelt soviel kosten würde, wie das eh auch gar nicht so billige „light“Ticket das da soeben irgendwo im Äther der Lufthansa-Cloud zu vergammeln beginnt. Jetzt sitz ich also im Zug für die nächsten siebeneinhalb Stunden. Mach ich wenigstens was für meinen ökologischen Fußabdruck. Oder eigentlich was dagegen. Wie war das nochmal? Das Ticket ist ja bezahlt und nachdem ich so spät dran war, werden die da wohl keinen mehr auf meinen Platz gesetzt haben, fliegt der also leer, der Platz. Is ja dann eigentlich unökologischer insgesamt und von der Ökonomie brauch ich gar nicht reden, also meiner persönlichen jetzt. Ja wie auch immer- nervig sowas natürlich und damit ich nicht ganz krawutisch werd, sag ich mir, was ich anderen auch sagen würd, nämlich, „es wird schon für was gut sein“. Hm. Na gut..Für was aber? Das kommt mir nämlich vor, wie so ein Fall, da brauchst nicht lange warten, das stellt sich recht schnell raus. Das Flugzeug ist mittlerweile auch ohne mich gelandet, zumindest hab ich nix gegenteiliges gehört, das kanns also schon mal nicht sein. Und Gott sei Dank auch! Also einerseits, weil das schon ein recht hoher Preis wär für „das hat sich ja ausgezahlt, den Flug zu verpassen“- wenn jetzt eben überlebt als Einzige und andererseits, stell man sich mal vor, man überlebt sowas als Einzige und das aus Versehen?! Was heißt das dann? Da tät ich mir ja vorkommen, als wär ich auserwählt für was. Und jetzt nicht im Guten, von wegen, meine Existenz hat Grund und Sinn (das Gefühl hab ich eh so auch) mehr von wegen, mit je wieder ausschlafen und in den Tag rein leben is over, es gibt eine Mission zu erfüllen, ich weiß bloß nicht welche, Hilfe, was mache ich hier?!! Und jetzt interessant: in dem Moment, wo ich das schreibe, geht der ICE-Kaffeedude, bei dem ich vor 10min einen Cappuccino gekauft hab plus ein bissi Trinkgeld, vorbei und schenkt mir ein Twix. Kein reguläres bitte, so ein extra großes. Jetzt normalerweise fremde Männer und überdimensionale Schokolade annehmen- eher nicht so.. mit meiner Vorgeschichte, würd ich aber sagen: „da siehst du wieder: richtige Zeit, richtiger Ort!“

Jetzt war ich also…

…mit meinem Vater und Brüdern auf Wanderschaft. Acht Tage lang und das in der sächsischen Schweiz. Die ist nicht in der Schweiz übrigens, die ist in Sachsen. Es heißt wohl alles mit annähernd Berg in Deutschland Schweiz. Zustande gekommen ist das Ganze übrigens, weil mein Vater schon vor einigen Monaten angekündigt hat, mit uns dreien eine Woche Urlaub zu machen. Egal wo, egal was es kostet. Jetzt bei mir gleich, Bali, Kite-Surfen in Marokko oder Tauchen im Roten Meer, solang da noch was los is korallentechnisch. Nicht, weil ich unbedingt ganz viel „fremdes“ Geld ausgeben will, aber halt schon wegen, wann kommt man denn sonst dahin?? Na gut, hab ich mich eh geschnitten, wollen sie den sogenannten Malerweg gehen die Brüder. Ich denk mir noch so: können’s das nicht mit ihren Freunden über ein verlängertes Wochenende machen? Ich mein, ich komm aus Tirol bitte, das liegt noch dazu direkt neben Südtirol, da fahr ich doch nicht nach Ostdeutschland zum wandern. Und dann sitz ich schon imAuto Richtung Dresden. Ich bin überstimmt und hatte auch zu wenig Antrieb, Konkreteres zu recherchieren um etwaige meiner Vorschläge tatsächlich zu promoten, darf mich also nicht (mehr) beschweren. Den Wanderurlaub musste jetzt der Bruder planen, auf dessen Mist er schließlich gewachsen war. Da seh ich noch so einen Hoffnungsschimmer, dass er das irgendwie verballert haben könnte und das, in Kombination mit einem überhaupt nicht geilen Wetterbericht, noch dazu führt, dass wir doch Last Minute in irgendeinen Flieger Richtung Süden… Aber nix da. „Dann wandern wir halt im Regen“. Na gut. Und jetzt interessant, bin ich freilich gleich mehreren Irrtümern aufgesessen. Zum einen einwandfrei organisiert die Etappen mit abwechslungsreichen und durch die Bank chilligen Unterkünften, dann das Wetter großteils ganz in Ordnung, jedenfalls besser als vorhergesagt und last but not least -die Landschaft. Das is maga geil dort! Alles voll mit Sandsteinformationen, die da aus dem Waldboden wachsen und durch die der Weg sich manchmal durchschlängelt, dann wieder kraxelt man drüber, oder spaziert gleich länger am Grat entlang mit (je nach Wetter) einer Bombenaussicht oder mehr so gruselig Nebel und herausragender Fels und unten immer irgendwo die Elbe. Und da gehn wir so unsere 16km täglich, was nicht viel ist, aber lange braucht, weil anders als ich das „gewohnt“ bin, geht man nicht auf einen Berg und wieder runter, sondern rauf-runter-rauf-runter-bissi gerade- rauf-runter. Das ist genau richtig für nicht zu anstrengend, mit Platz für Gedanken und Gelaber, mal tiefsinnig mal ohne und trotzdem läppert sichs, also am Abend schon das Gefühl, was getan zu haben und großes Fressen und ins Bett. Ich bin dann auch an einen Punkt gekommen, so an Tag 4,3 ca, da hab ich mir gedacht, ich könnt jetzt für immer so Leben: aufstehen, Frühstück, 7h durch den Herbst latschen, von Schweigen über „ich packe meinen Koffer“ zu tiefsinnigem Gelaber, zwischendurch Schoki, dann wo ankommen, duschen, wenn gibt Sauna, futtern, ins Bett und wieder von vorn. Ich glaub, das nennt man Wanderlust…

Diese Fliegerei…

…ja auch irgendwie lustig immer. Spielt sich ab zwischen „ja eh“ und „völlig wahnsinnig“. Da degradieren immer alle, in der Minute, in der sie ihren Hintern in den Sessel plumpsen lassen. Kein bitte danke irgendwas. Fängt eh schon beim boarden an eigentlich. Die überlegen sich ja was mit ihrem Einsteigsystem, die Airlines, so von wegen Gruppe F als erstes, damit die mal ganz hinten im Flugzeug verräumt sind und das gleiche in Ruhe mit ihrem Zeugs machen können und dann geht’s das Alphabet rückwärts so dahin. Klar, wer Mitglied bei irgendwelchen Stern-Allianzen ist, der kommt als erstes dran oder aber wann immer er möchte, aber die halten sich schon ran meistens, gibt schließlich Champagner zu vernichten oder was auch immer die besseren Leute so saufen. Und dann eben das Fußvolk. Das macht seinem Namen dann beim Einsteigen wirklich alle Ehre, da wird getrampelt und gedrängelt, als ging’s um was. Und das versteh ich ja am allerwenigsten: Also, als wär’s nicht völligstens egal, wann man in den Metallvogel reinsteigt. Ich mein, ich fänd’s noch logischer, wenn sich alle bis zur letzten Minute drücken würden, weil jetzt so abgedreht gemütlich is auch wieder nicht und falls doch, hat man ja eh noch Stunden um Stunden davon, bis wieder fester Boden. Aber lustig, wie da der Mensch gestrickt is. Da drängeln alle rein, so als wärs die Reise nach Jericho und es gibt einen Stuhl zuwenig oder was. Noch nicht einmal freie Platzwahl! Und dann stehn sie sich deppert gegenseitig im Weg natürlich, kann man sich ja denken, wenn da so ein B-Kandidat, der sich in die D-Gruppe geschummelt hat, jetzt allen alphabetisch Nach- aber systematisch Vorgereihten, den Gang verparkt, weil er sein Handgepäck so umständlich verräumt, als wär er überhaupt der allererste Mensch. Bei mir bare, beeilen oder nicht, mein Schicksal ist besiegelt, 20B, da hab ich auf beiden Seiten eine(n) sitzen. Natürlich immer oasch sowas, weil da is nix mit anlehnen oder Bein über die Lehne hängen oder was. Eh auch Wurscht eigentlich, weil, dass ich im Sitzen nicht schlafen kann, das weiß ich seit langem. Nutzt sich trotzdem nicht ab, das Gefühl, dass ich denen vor lauter Neid am liebsten eine auflegen würd, die sich da hinsetzen Kopf geradeaus und pennen. Frechheit sowas, echt! Ich versteh nicht, wie das gehen kann! Und da dann eben Verdacht nahe, dass die sich alle, oder zumindest ein Großteil, was ballern und dann hab ich mir gedacht, das kann ich auch und Schlafmittel besorgt und geht scho gemma. Da war ich dann direkt ein bissl aufgeregt, weil erstes Mal, also werf ich ein und schau auf die Uhr und denk mir, jetzt, Beritl, spätestens in einer halben Stunde knipst’s dich aus. Ich überleg noch, ob ich diese Information, so lang ich noch fähig bin, mit den mir nicht bekannten Sitznachbarn teilen muss, weil nicht, dass die sich dann nicht auskennen, wenn ich ihnen auf die Schulter sabber oder was. Ich entscheid mich für Beibehaltung des Informationsgefälles, auch weil ich mir plötzlich denk, dass das vielleicht besser niemand wissen soll, schließlich sitz ich am Notausgang und da hat man ja eine gewisse Verantwortung für das Leben der anderen Passagiere. Jetzt werd ich ein bissl nervös direkt, das hab ich mir vorher nicht überlegt und jetzt is zu spät, jetzt is sie schon drin die Tabse, höchstens könnt ich versuchen, sie wieder hochzuwürgen, aber das is nur so eine Idee, das is mir zu grauslig und würd ich eh nicht zustande bringen, hoff ich also, dass nur ja nix passiert, was ich dann retten müsst aber verschlafe. Ich weiß nicht, ich glaub ich hab mir eine Vollnarkose vorgestellt, wobei ich so einer auch noch nie aktiv begegnet bin und bin daher ein bisschen verunsichert aber auch enorm gespannt. Ja. Und jetzt kann man sich meine Enttäuschung vielleicht vorstellen, weil passiert ist rein gar nix. Also null. Nüsse. Kein Sabber, kein Ausgeknipst, nicht einmal ein klitzekleines bisschen weggenickt. Voll für’n Hugo. Hauptsache links und rechts neben mir schlafen sie seelenruhig. Tja, zieh ich mir eben wie üblich einen Film nach dem anderen ins System. Irgendwer muss schließlich auch im Fall der Fälle das mit dem Sichern des Überlebens am Notausgang regeln. Kategorie einer ist immer der Depp.

Ich weiß ja nicht…

…ich glaub, ich bin eine schlechte Verreiserin. Also ich bin gern verreist, im Sinne von weg, aber eben das vorher nicht so. Dann denk ich mir, vielleicht is es ja das Alter, dass man da vernünftiger wird, sprich sich mehr anscheißt. Eh zurecht irgendwie, viertausendmillionefünfundsiebzig Sachen könnten einem schließlich passieren, wenn man da mal anfängt drüber nachzudenken, also ich sag nur: Hundertstes-Tausendstes. Jetzt nur der Faktor mit der „Fremde“ eher irgendwas. Also von wegen Gefährlichkeit und so. Weil logo, so fängt’s schon an, wenn ich in ein Flugzeug steig, direkt mehr Risiko damit abzustürzen, als an Land zum Beispiel, gleiches mit Boot und untergehen oder eben jedes andere Verkehrsmittel. Also am sichersten vermeintlich gar nicht erst vor die Tür. Jetzt nur blöd, das mit den meisten Unfällen, die alle immer im Haushalt passieren. Wo also hin? Vielleicht Kompromiss, weiß ich, ganz vorsichtig im Garten. Nur kann dir halt auch passieren, dass du da mit Lichtschutzfaktor 30 im Halbschatten sitzt, ganz umsichtig deinen koffeinfreien Kaffee trinkst und parallel stürzt ein Flugzeug ab, in dem du nicht drinsitzt, weil fliegen zu gefährlich und überhaupt ökologischer Fußabdruck vielleicht und dann fällt dir unverhofft die Turbine auf den Kopf, heiterer Himmel und alles. Und da wär dir vielleicht im Vergleich gar nicht soviel passiert vom Flugzeug aus, wenn zum Beispiel super Pilot mit einsA Notlandung oder so. Weiß ich schon, Statistik und Wahrscheinlichkeit und alles, aber davon kannst dir halt unter so einer Turbine auch nix kaufen. Also mein Fazit bei derlei Gedankengängen immer: Leben eben lebensgefährlich, is so. Und wenn schon Statistik, bitte Folgendes: da ist angeblich die eigene Geburt, das Gefährlichste überhaupt auf der Welt. Sprich, wennst das überlebt hast, so gut wie gewonnen. Wahrscheinlichkeitstheoretisch übrigens so, dass wenn ich mir da eine Situation ausmal, direkt unwahrscheinlicher oder sogar voll unwahrscheinlich also fast schon ausgeschlossen, dass es so jemals passieren wird. Das hat was zu tun mit unendlich vielen Möglichkeiten und so weiter. Ich versuch mir eh immer nix vorzustellen überhaupt. Aber das halt auch ein bissl rosaroter Elefant. Und da hat’s der Elefant vielleicht besser, weil sich der alles merkt und dann wird der klüger, nehm ich an. Ich merk mir auch viel, nur bei der Anwendung happerts. Ich könnt mich ja auch einfach mal erinnern, dass noch jedes Mal alles gut war und mit meiner Vorstellung im Vorfeld noch nie was zu tun hatte. Weil das weiß ich sogar schon von meinem Opa, sprich alte Weisheit, dass es nämlich erstens immer anders kommt und zweitens als man denkt. Macht also wirklich keinen Sinn das Gekopfe und wenn schon denken, dann nicht in die Zukunft, weil die unendlichen Variationen sind so viele, da wirst im Leben nicht fertig, da brauchst erst gar nicht anfangen mit ausmalen. Da schau ich besser zurück, wenn ich schon wohin schaun muss unbedingt und dann seh ich, dass ich noch jedesmal das effektive Erleben des Ungewissen, also sowas von, genossen hab. Hängt vermutlich damit zusammen, dass es sich- Gott sei Dank- auflöst oder auch nie wirklich existiert hat, in jedem Fall spätestens wenn’s passiert, gar nicht mehr ungewiss ist. The Future is Now.

Also ich lieeeeb ja…

…den Prater zum Beispiel. Vergnügungspark generell. Und da frag ich mich schon auch, woher kommt sowas und warum manche und andere gar nicht und so. Also meine Mama mag so Achterbahngschistl überhaupt nicht, von da kann ich’s schon mal nicht haben, was weiß ich, dass ich das im Bauch schon erlebt hätt oder was, is ja außerdem verboten auch bestimmt, ab einem gewissen Umfang. Vielleicht, weil dann der Gurt nicht ordentlich zugeht. Wobei jetzt fällts mir ein, das is ja überhaupt irgendwas oft, war ich so als Kind mal mit Papa und Brüdern im Prater und ich halt grad groß genug aber die zu klein für die „oagen“ Sachen. Also die Brüder jetzt, der Papa wär sich schon irgendwie ausgegangen wahrscheinlich, aber der brauchts jetzt auch nicht so unbedingt und ein bissl vielleicht wegen dem Umfang(?) Wurscht, ich darf alles fahren und bin selig und zum Abschluss dann noch „Superman“. Das sind so zwei Sitzreihen hintereinander mit je 6 Plätzen oder 8, is ja egal, hängt jedenfalls an zwei Metallseilen und dann schaukelts ziemlich hoch rauf und die Sitzreihenkonstruktion dreht sich zusätzlich um die eigene Achse in alle Richtungen freilich und so. „Befestigt“ bist du dann mit so einem hartplastik Schultergurt, der automatisch bei allen gleichzeitig von oben runterfährt, da magst aber die Sprache verstehen, die der Marktschreier-Budenbesitzer-Fuzzi in den 90er Jahre Techno reinschreit, von wegen zurücklehnen und Beine auseinander, weil wennst da grad mit deinem Sitznachbarn plauderst und das Kopfi so ein bissl rüberlehnst, dann kriegst die eigentliche Fahrt vielleicht gar nimmer mit, da bist schon im Anschnallprozess gescheitert quasi. Jetzt wär bei mir damals fast aufs gleiche hinausgekommen. Weil da rasten die Dinger ein und ja schon, unten zwischen den Beinen als Verbindungsstück vom Gurtgestell zur Sitzfläche eine bestimmt ganz sichere Konstruktion, aber vom feeling her doch eher Skizip. Vor allem bei den Fliegkräften. Und ich weiß auch nicht, war da vielleicht ein besonders beleibter Kollege in der Sitzreihe oder doch eine recht Schwangere oder was und das wirkt sich dann auf alle Einraststufen aus, jedenfalls is der Gurt irgendwie locker, also meiner jetzt und ich ruf dem Dude, der den Laden schmeißt noch zu, aber er scheint mit den Gedanken woanders zu sein, überhört oder ignoriert mich jedenfalls und da geht’s schon los. Und jetzt hebt, beim kopfüber, mein Hintern dezimeterweit von der Sitzfläche ab und ich häng zwischen den beiden „Schultern“ der Sicherungskonstruktion und verwende meine ganze Kraft, in die andere Richtung, um nicht durch selbige hindurchzuflutschen. Ich weiß aber auch nicht genau, wo festhalten, weil ich will jetzt nix, was eh schon gruselig zwischen zwei Einraststufen hin und her ruckelt, aus irgendeiner Verankerung reißen. Also entspannt is was anderes. Natürlich schreie ich mir parallel zur Körperspannung die Seele aus dem Leib. Ein bisschen wie im Traum mit dem Laufen und NichtvonderStellekommen. Muss ich nämlich feststellen, dass sich der verbale Ausdruck panischer Todesangst, voll eingliedert in die allgemeine pratersche Geräuschkulisse. Und dann schon erschreckend, schreist du da um dein Leben oder wenigstens irgendwie Hilfe und unten siehst du immer wieder im vorbeischießen, deine Liebsten, die die Köpfe emporrecken und dir fröhlich Zuwinken, Daumen nach oben und alles. Schon grausam, pfui. und ja Long Story Short, ich habs überlebt und auf wackeligen Beinen ausgestiegen und direkt mal unter Tränen meinen völlig perplexen Vater zur Sau gemacht. Und jetzt vielleicht interessant: Könnte man annehmen, so ein Erlebnis und abgeschrieben das mit dem Adrenalinspaß aber im Gegenteil, lieb ich den Prater eben immer noch! Also manchmal einfach hinradeln und in die Kugel setzen und mit Affenzahn in den schwarzen Himmel schießen lassen, das kann schon was. Und ja, das kostet 15€ aber dafür Instant ein bisschen geheilt irgendwie und dann schon wieder hinterhergschmissen im direkten Therapeutenvergleich. Think about it.

Wieder am Ufer…

…der schönen grauen Donau, reden wir ein bissl über Glück und glücklich sein. Also jetzt auch nicht so philosophisch intellektüll wies klingt, mehr wegen einem Projekt inklusive Leute diesbezüglich befragen für einen Kurs, die Kategorie. Und ja vielleicht auch längst ausgelutschtes Thema, mit so Floskeln und „schon irgendwie“-Wissenschaft in Formel: „Glück ist nicht gleich Zufriedenheit. Glück ist (gleich) Zufriedenheit plus möglichst viele Sahnehäubchen.“ Eh lustig und klar, kann man so sagen, aber schon auch ein bissl, „Mineralwasser ist nicht gleich Wasser. Mineralwasser ist Wasser plus möglichst viele Blasen.“ Da hab ich halt das Gefühl, ich hab jetzt nicht mehr Idee von der Grundmaterie und die is ja wohl immer noch Wasser. Na gut egal, kritisiert hat man ja schnell und dann meistens selber keine Ideen. So geht’s mir jetzt ein bissl, weil meine hochstrebenden Gedankengänge betreffen auch nur mein ganz persönliches Erleben und das is dann für allgemein gültige Formel genauso nix natürlich. Aber hey, mein Blog, also eh scho wissen. Ich unterscheid mal zuerst zwischen Glück und glücklich sein. Da stell ma dem großen Glück noch ein Hilfszeitwort zur Seite, wegen fair und so, sag ma: Glück haben. Jetzt bei mir Folgendes: Ich nämlich sogar doppelt Glück gehabt. Zum einen, weil ich meine Eltern, als Eltern bekommen hab (also jetzt im Sinne von allererste Bezugspersonen, die hätten auch ganz anders heißen können) und zweitens, weil ich meine Eltern als Eltern bekommen hab. Zwei ganz verschiedene Dinge, fast so passiv-aktiv. Das erste Glück haben geht so: unabhängig voneinander, haben beide meiner Eltern, wie so viele, mit Sicherheit nicht gar alle Tassen im Schrank aber eben die wichtigen. Und das kann schon einen essentiellen Unterschied machen. Also bei mir zumindest, da wüsst ich jetzt nicht, ob ich so insgesamt gut drauf, also nennen wirs grob glücklich und zufrieden, wär, wenn da eben nicht von Anfang an wer dagewesen wär, der mir so glaubhaft vermittelt, dass ich schon gut bin, wie ich bin und niemandem nix beweisen muss, um geliebt zu sein. Da tut man sich schon direkt leichter auch mit der Selbstliebe, glaub ich halt. Da könnt ich jetzt auch noch viel näher drauf eingehen aber das wird dann so lang und ich komm vom Hundertsten ins Tausendste wieder und Nudel-Bild hab ich auch kein passendes. Aber hab ich eben Glück gehabt, dass das solche Menschen sind, direkt von Anfang an und dann auch gleich zwei davon. Das zweite Glück ist: das das MEINE Eltern geworden sind. Die hätten ja auch wen andern kriegen können! So einen Rotzfratz, der nicht ich bin, den hättens auch bedingungslos geliebt, so wie die drauf sind, da wett ich was, sogar mit seinem blöden Gschau, auch, ts. Also auch Glück gehabt im Sinne von Zufall im Sinne von nix dafür getan. Und dann das mit dem glücklich sein vielleicht leichter aufs Leben gesehn? Ach ich weiß nicht, es gibt wahrscheinlich soviel Versionen wie Menschen, für mich würd ich sagen:Glücklichsein ist die Folge von Glück haben. Glück haben ist eben Glück haben plus dieses Glück empfinden. Sich glücklich fühlen ist sich frei fühlen. Freiheit ist, nicht nach Liebe suchen zu müssen, weil man schon weiß, dass sie da ist.

So jetzt langts aber.

Wir haben eine Wodka Melone…

…angesetzt. Drei von uns sind nämlich gerade abgereist und das macht uns kurzfristig tieftraurigst, drum. Die Motorhaubenbeauftragten haben zwar versucht die Abfahrt zu verhindern, konnten sie jedoch nur kurzfristig hinauszögern. Es wurde niemand verletzt. Bei den Beauftragungen übrigens muss man tatsächlich Obacht geben, weil Tragweite immens; da greift man was an, was weiß ich, einen Löffel oder ein Ei und so schnell kannst gar nicht schaun, bist du schon Löffelbeauftragte oder eben für alles mit Ei.  Eine Stromkastenbeauftragte haben wir heut in der Früh gegen 13:15 vergeblich gesucht. Hat’s uns nämlich, in dem Moment wo die Eierbeauftragte im Begriff war, ihrem Ruf zu folgen, plötzlich die Herdplatten ausgeknipst. Ist uns dann nix anderes übriggeblieben, haben wir ihn eben angerufen, den Muskel-Otti. Das ist der Bruder unseres Vermieters. Eh a liaber Kerl, wenn man so will. Seineszeichen Fitness-Trainer und da ist es wahrscheinlich üblich keine Oberbekleidung zu verwenden, weil mit T-Shirt vielleicht wie Professor ohne Buch und Brille? Jetzt war der bestimmt sehr überrascht, der Mucki-Otti, dass er da so wenig Reaktion bekommt, das passiert ihm und seinem Corpus sicherlich eher selten und da hat er dann vielleicht schon was gewittert. Sicherheitshalber hat er uns mal von dem Laden erzählt, den wir unbedingt besuchen sollten, weil dort nämlich, wie er meint, die „horny Hungarians“ abhängen und das dann ja quasi win-win. Das will nicht in sein Fitness-Trainer-Gehirn rein anscheinend, dass wir da so glücklich sein können, wo wir doch nur herumhängen und dann noch nicht einmal irgendwelche Männer?! Die Erklärungsbeauftragte, ganz Zeichen ihres Amtes, sagt was von „Special interest group“ und ich zeig ihm zur Sichterheit ohne Kontext meine Muskeln, die, wie wir ihm erklären, vom Bierdoseheben kommen. Vielleicht ist da im Ott’schen Gehirn doch ein vermeintlicher Groschen gefallen, jedenfalls kommt er zum Herd herrichten komplett angezogen. Da hätten wir ihn beinahe nicht erkannt, wär er nicht aus seinem Smart ausgestiegen und schnurstracks in die Küche, wo er sehr professionell auf die Ceranplatten gegriffen hat, festgestellt, dass sie kalt sind und vorgeschlagen, die Eier roh zu essen oder alternativ angeboten hat: „if you want you can come over me!“ Wir finden geschlossen beide Ideen nicht so gut und machen den Gegenvorschlag, den Stromkasten auszukundschaften und dann eventuell die eine gefallene Sicherung wieder rein und so. Das funktioniert erstaunlich gut und da sitzen wir schon auf der Pichnickdecke und frühstücken uns in den neuen Tag. In den See gehen heut übrigens noch weniger von uns als die Tage davor. Einerseits weil wir uns eh auch so gut bewässert halten mit Bier und Spritzwein und dann auch ein bissi weil die ersten nach ihrem Auskundschaftsplatschi von toten Vögeln berichten und in Kombination mit den leeren Mückenlarven,  nicht so prickelnd das Ganze. Und so geht er leider schon wieder dem Ende entgegen der Tag. Also nicht wirklich, weil wir ja tendenziell erst in der Früh Richtung Bett aber Zeit fliegt nichtsdestotrotz. Kennt man ja, wenn eben viel zu tun, vergehts so schnell, weil was dem Mucki-Otti vorkommt wie sinnbefreites Herumsitzen, ist eigentlich Produktiv da hauts dir das Heu vom Dach! Da gibt’s Mafioso-Runden zum Beispiel, da wären andere Freundeskreise entzweit bis ins Grab. Auch bei uns wird gelogen und betrogen und das ein oder andere Mal fragt man sich tatsächlich, mit wem man es eigentlich zu tun hat. Direkt schockierend ist das mitunter, zu welchen Intrigen manch eine da fähig ist. Aber auch das macht uns aus wahrscheinlich, weil da bekriegen wir uns schon mal zur Unterhaltung, am Ende aber siegt doch immer die Liebe…