Ferien am Balaton..

…ja. Da bin ich jetzt nämlich, am Plattensee in Ungarn. Unser Freundinnenkreis, nur der engste -wir sind zu siebzeht (also eigentlich zu sechzehnt, eine fehlt, die hats nicht über den Atlantik geschafft diesmal, aber trotzdem irgendwie dabei, das is Magie, das versteht man nur, wenn mans versteht eben)- hat vor gut 2 Jahren beschlossen, dass wir 2017 mal gemeinsam wegfahren. Weil wir da nämlich alle plus minus 30 werden und die ganzen Sammelgeschenke und Feiereien immer, da könnt man sich das ja gegenseitig gemeinsam schenken quasi. Da war dann alles Mögliche im Gespräch natürlich, was weiß ich, Sardinien bis Menorca und alles dazwischen. Mit der Planerei bei uns allen halt nicht extrem weit her, auch Entscheidungsfreude eher mau und dann wars irgendwann zu spät für alles Preiswerte und jetzt eben Balaton. Weil ein bissl is uns eh Wurscht wohin, komplett Wurscht eigentlich, Hauptsache zusammen. Eh super auch dieses Ungarn. Da haben wir jetzt ein Haus in zweiter Reihe zum See. Das is sehr gemütlich eigentlich, mit Garten und Feuerstelle. Jetzt der See halt scheiße. Stinkt auch ein bissl. Also, ich hab das ja nicht gewusst, dass das Teil zwar riesig aber nur knietief is und dann natürlich Abkühlung Fehlanzeige, mehr so Rubrik Lulu. Der See is also eher was für die Postkarte, als das echte Leben- falls es das überhaupt gibt. In einem abgetrennten Teil von unserem Garten übrigens, gibt’s einen alten Schäferhund, den hängts immer, wenn da wer (mit kleinem Hund oder ohne) am Zaun vorbeigeht. Mit uns is er friedlich, vielleicht weil ihn eine, verbotener Weise direkt am ersten Morgen, mit Salami gefüttert hat, ich will jetzt keine Namen nennen, das wär der Marina vielleicht unangenehm. Unser Garten sowieso Safaripark. Da gibt’s einen Hai „Sharky“, eine Schildkröte „Flipper“ und einen Rochen, den wir „Tripper“ nennen, damit wenigstens einer wie eine Geschlechtskrankheit heißt. Wir sind alle nicht in dem Sinn sauber im Kopf, das verbindet wahrscheinlich seit Jahrzehnten aber zurück zu den Tieren: Also, die warn ja eher so als Accessoire gedacht, weil wie essentiell die hier sind, das konnten wir vorher gar nicht wissen. Bei dem See nämlich eigentlich einzige Möglichkeit auf was Aufgeblasenem dahinzutümpeln. Da is man dann nicht direkt mit überall vom Körper im Wasser und ich red mir zumindest ein, das vermindert das Infektionsrisiko. Wobei, vielleicht ist der Schaum und Schlubber auf der Wasseroberfläche auch total harmlos und was da sonst so rumschwimmt wichtig fürs Ökosystem oder was. Das is wieder der Nachteil am flach auf was liegen, weil Augen nah am Wasser und da sieht man so einiges, vor allem ganz ganz viele halb durchsichtige Teile, die im ersten Moment nach klitzekleinen Fischchen ausschaun, was schön wäre, und sich dann leider bei ganz genauem Hinsehen doch entpuppen als was sie sind. Entpuppen nämlich, im wahrsten Sinne. Bitte, das sind die Hüllen von abertausenden Mückenlarven! Da denkst dir halt Pfui, aber zumindest sind sie weg und dann, wie könnte es anders sein, kommen die alle zum Sonnenuntergang zurück zum Ursprung oder was und da wünschst dir dann fast ein bissl, dass die noch in ihrer Schale plantschen würden, aber was soll ma machen. Jetzt also gar nicht soviel See, wie normal, wenn man schon am See wohnt, sondern eher Dusche und Garten. Und das Großartige- VÖLLIG egal! Es ist wirklich völlig egal, wies so is wo wir sind, weil Hauptsache zusammen! Sonst brauchen wir nämlich nix zum glücklich sein. Naja schon, Bier halt viel und sonst so Sachen für in den Körper. Und klar, bei soviel Menschen auch einiges an organisatorischem Aufwand. Wir lösen das mit dem „Beauftragten-System“. Das ist gar nicht so kompliziert, wies klingt: Die Bierbeauftragte zum Beispiel, holt Bier aus dem Kühlschrank, während die Spielbeauftragte gewissenhaft die Karten in den Garten trägt. Zündeln tun wir alle gern, da gibt’s ein gewisses Konfliktpotential bei der Vergabe des Postens der  Feuerbeauftragten aber auch das lösen wir ganz basisdemokratisch mit wer am lautesten schreit. Ach Freundinnen, ich liebe euch!

Beim Frühstück…

… sagt meine Mama heut ganz unvermittelt: „Deine Zähne sind wie Gelsenkirchen und Düsseldorf. -is noch Essen dazwischen.“ Sehr gefreut hab ich mich da. Da passiert dann vielleicht so eine Umkehr irgendwie, dass mir die Brust ein bissl anschwillt (igitt?), weil meine Mama so einen guten Witz macht und das gleich so früh am Morgen. Ich wohn übrigens nicht mehr mit meiner Mutter zusammen, das muss ich direkt klarstellen, da hab ich gleich Angst von wegen Klavierspielerin. Is ja lang her, dass ich den gesehen hab und viel is da jetzt auch nicht hängengeblieben- also an Klaviergespiele zum Beispiel kann ich mich nicht erinnern, hab dafür deutlich abgespeichert: als erwachsene Tochter mit der Mama leben- ganz daneben! Da siehst du sogar wie sich das reimt und was sich reimt ist gut! Das wissen wir spätestens seit Pumuckl und ich mein, von dem Kerl kann man jetzt halten, was man will aber der Wahrheitsgehalt schon beträchtlich. Ich weiß gar nicht, gibt’s den eigentlich nur auf Deutsch oder is der übersetzt worden auch? Weil das stell ich mir schon freaky vor, wenn man den hört und nicht versteht, was der labert. Warn zwei Freundinnen von mir nämlich grad in Island zeltln und sind dort mit dem Auto herum ein Wöchl. Da sieht man wieder, es finden sich immer die Richtigen, mit mir hättens das nämlich nicht machen können, haben die zwei Eierköpfe eine geschlagene Woche lang kein einziges Mal das Zelt aus der Verpackung oder überhaupt dem Kofferraum geräumt. Ja logisch warum auch, wenn man ja ganz gemütlich im Sitzen im Auto schlafen kann???!!!!! Völlig absolut total unverständlich, wie man sowas aushalten kann ist mir das, aber gut. Das sind schon auch zwei so spezielle Kandidatinnen, wenns die wegdrückt, dann  auf’n Kopf stellen, wegtragen, dekorieren, alles möglich. Und jetzt eben Island und dann parken sie sich freilich gleich frech rein, was weiß ich, Hauptplatz Hafen Reykjavík (ja hab ich gegoogelt, hat sich auch gelohnt, kann man am i-Strich erkennen), lassen das Fenster so ein bissl offen, damit sie nicht ersticken, drücken den Pumuckl auf Play und pennen wahrscheinlich in den ersten 5 Minuten weg. Das is ja auch Konditionierung, Pumuckl und Einschlafen seit jeher in meinem Freundinnenkreis Hand in Hand. Gut, jetzt früher half so wild, weil die A-Seite der Kassette ja bald mal abgespielt, zum Umdrehen war keiner mehr da und dann eben Ruhe. Aber hey, wir haben 2017 und kein Mietauto irgendwo noch ein Kassettendeck und jetzt eben zum Einpennen einfach eine Playlist reinhaun. Und das stell ich mir schon recht lustig vor, wie da so ein Autole mittendrin steht und die gesamte Umgebung stundenlang mit völlig unverständlichem „HURRA HURRA..“ beschallt, während drinnen zwei Mädls, vielleicht noch mit der Bierflasche in der Hand, im Schlafsack sitzend um die Wette schnarchen…

Also das mit dem Wien…

… im Sommer, na brutal. Damit wir uns schon richtig verstehen, brutal gut jetzt. Weil da is immer soviel los, quasi ständig Hochzeiten und mit der Mobilität, die so ein Klapprad mit sich bringt, lässt sich sogar auf mehreren tanzen in einer Nacht. Und dann hat man eh schon nächtelang durchgetanzt gefühlt und denkt sich so, ach Mittwoch, den kannst jetzt auch mal ganz entspannt auslassen und hast du nicht gesehen, stiefelst dann doch im Morgengrauen erst aus der Pratersauna. Aber das is ja auch immer das mit dem unverhofft. Weil kennt man ja, dieses übertriebene sich auf was freuen im Vorfeld, weiß ich, das wird die Party des Jahrhunderts blabla, wenns soweit is, völlig fürn Hugo. Logisch eigentlich, schon so aufgeblasen mit heißer Fantasie-Luft die Vorfreude, da bleibt der Realität nur was banaleres. Und vielleicht zum Ausgleich, von wegen Balance, Yin-Yang und so, die besten Abende immer die, von denen man sich eben nix erwartet und deswegen auch gar nix geplant hat und vielleicht sogar ganz mau is und plötzlich rambazamba. So ein bissl, man hat gar nicht vorgehabt zu spielen und auch keinen Einsatz oder -tritt bezahlt und da teilt einem das Leben plötzlich ein Full House aus oder Royal Flush oder zumindest ganz viele Assen, ich versteh nix von Poker aber halt was supergutes, und nanonaned spielst dann doch ein Ründl mit. Und wenns rennt, dann rennts. Und grannt is, Holla the Forestfairy! Also diese Sauna find ich ja grundsätzlich überbewertet, aber vielleicht war ich da auch immer eher im Winter und dann teuer und Vollpfosten soweit das Auge reicht und klar, Anlage tipptopp, glaub ich schon und hör ich auch aber diese mzmz mukke, die alle abfeiern, leider nicht so mein Ding, das reißt mir die Soundqualität auch nicht raus. Jetzt Sommer ganz andere Geschichte. Wobei Sommer dort auch nicht gleich Sommer, weil da pfeift man zwar auf die Anrainer, aber nur die menschlichen. Die eigentlichen Praterbewohner, Vögel nämlich, auf die wird zu bestimmten Uhr- und Jahreszeiten sehr wohl Rücksicht genommen, also wegen der Lärmbelästigung, damit die da eben fein vögeln (sein) können und brüten und alles. Gestern, glaub ich, warn die aber schon durch mit der Erziehung und die Kiddis ausm Haus oder wie auch immer das läuft bei denen. Eieiei, Bildungslücken tun sich auf. Werden die eigentlich aus dem Nest gestoßen und müssen gleich nach Afrika fliegen? Das wär schon derbe selbstständig, oder die Eltern fliegen mit, was sicher auch nervt auf Dauer. Oder aber das is jetzt wieder nur so ignorant gefährliches Halbwissen und die bleiben eh da und fressen vergrabene Nüsse, wenns kalt wird. Weil Vögel hab ich auch im Winter schon gesehen. Glaub ich. Naja, egal, jedenfalls gestern nicht weit her von wegen Tierschutz, sprich draußen Party bis irgendwann. Und das jetzt schon toll, weil mit Pool und allem. Ich mir ja immer gedacht, bestimmt die Megagrindpartie dort reinhüpfen aber da is Chlor drin, da brauchst dir wegen keinen Bakterien Sorgen machen, schon eher, dass dir die Haarspitzen ausbleicht, andererseits is das eh trendy, da zahlen andere Gelder für, heißt dan tip-dye oder dip-dye oder so. Ich jedenfalls drin und auf so unterschiedlichsten Aufblasplastikdingern abgechillt und das machen sie schon nett, leuchtet das Wasser auch in allen Farben und so. Und vom Rand wirft einem manchmal wer ein Balli zu oder reicht was zu trinken auf die Luftmatratze. Und da find ich dann so ein mzmzmz zur musikalischen Untermalung gar nicht mehr so schlecht eigentlich. Klar, zwitschernde Vögel wären schöner, aber die fliegen ja alle in Urlaub nach Afrika… Typisch.

Kommen sie also wieder..

…daher mit den Blackout-Szenarios. Im Standard zum Beispiel, von wegen, dass das Stromnetz wegen den vertrottelten „smart meters“ ganz schnell oder halt mittelschnell oder auch langsam, jedenfalls relativ einfach, lahmgelegt werden könnte, von bösen Hackern nämlich. Jetzt denk ich mir bei sowas eigentlich als erstes, jaja Sommerloch drum ein bissl stopfen mit Panikmache, dass alle brav konsumieren und sich eindecken mit Hülsenfrüchten in Dosen für den Weltuntergang. Nur tu ich mir jetzt härter mit dem cool sein, weil ich’s nämlich gelesen hab das „Blackout“-Buch von Marc Elsberg. Das hat ja den Zusatztitel „morgen ist es zu spät“ und ist angeblich so spot on, dass die den Marc schon einladen zu so was-wäre-wenn-Katastrophen-Meetings. Mir persönlich wär ja lieber, die würden den zerreißen, weil er so einen Humbug zusammen dichtet. Da wird einem nämlich schon ein bissl gruselig, wenn man liest, wie schnell zumindest die westliche Welt in Oasch geht, wenn denn da wirklich mal was wäre… richtig schnell nämlich, also geradezu rasant, was weiß ich, am Tag drei is alles geplündert und das Benzin aus dem Tank vom Nachbarn geklaut und dann hast es schon, brechen sich die Leute als nächstes gegenseitig das Gesicht, wegen ein bissl Batterien oder Klopapier oder was und nach einer Woche is sowieso alles komplett over. Also in dem Artikel jetzt wieder vor allem Fokus darauf, dass der Durchschnittsösi nicht einmal schlecht sondern gleich gar nicht vorbereitet ist und da hab ich mich direkt angesprochen gefühlt. Weil eher geh ich zwei Mal am Tag ins Geschäft, weil ich ja kann und mich gleich in meiner Freiheit beschränkt fühl, wenn ich mich jetzt schon entscheiden muss, was ich dann später will. Oder aber ich geh tagelang gar nicht einkaufen, weil vielleicht faul grad größer als Hunger und wenn der dann aufholt, findet man immer noch irgendeine Nudel. Und das stresst mich jetzt schon, wissen wir ja, ein Unglück kommt selten allein und so und was wetten, dass das Blackout original zusammenfällt mit der (grad aufgegessenen) letzten Portion Risibisi, die noch im Reissack und Tiefkühler war?! Und das mit dem Wasser natürlich. Was macht man dann da? Pilgern wir zum Donaukanal mit dem Eimerchen (Hilfe, welches Eimerchen???) und schöpfen Wasser und kochen das dann aus? Ui und womit kochen wir das dann? Weil zwar Gasherd aber der hängt fix auch am Stromnetz irgendwie. Braucht also was zum verheizen. Ein Baum wächst mal jedenfalls in unsrem Innenhof. Ob der zu unsrem Haus gehört weiß ich nicht, er hängt jedenfalls rüber, den tät ich vielleicht gleich als erstes schnell roden, während die andern noch nach Kerzen suchen. Ja so mach ma das, dann wirds scho gehn.

Ich hab eine…

… Schreibblockade. Ui schauts mal, wenn man das aufdröselt stimmts immer noch: Schreibblock, ade! Halt analog aber solang is jetzt auch nicht her, dass wir mit Papier und Stift. Ich schreib gern mit Papier und Stift, da kann man immer auch noch was zeichnen, wenn einem die Worte fehlen. Die Worte fehln mir gar nicht so eigentlich, eher der Inhalt. Aber den kann man ja auch irgendwie aus allem und nix basteln. Da hat zum Beispiel mal einer seine Dissertation geschrieben darüber, dass Schildkröten sich, wenn sie gähnen, im Vergleich zu anderen Tieren, nicht mit dem Gähnen gegenseitig anstecken. Also eben nicht, dass Schildkröten generell nicht gähnen, das tun sie nämlich schon, sondern nur das mit dem anstecken. Und andere Tiere, was weiß ich, so Löwen zum Beispiel, die gähnen auch und die stecken sich auch an damit, wie eben die Menschen und Affen und viele andere auch. Jetzt die Schildkröten nicht. Und das fasziniert mich schon ein bissl. Also einerseits, wie man auf die Idee kommt, sich genau mit dem Thema auseinanderzusetzen, wos ja unendlich viele andere Themen auch gibt, nehme ich an zumindest und dann noch spannender vielleicht, wie schaut die empirische Studie dazu aus? Also sagen wir, der Dissertant hat so 3 Schildkröten- Emma, Hansjörg und Ivy-Blue-Uranus-Friday (ja richtig, das ist die mit den Künstlereltern)- und dann geht er mit dem Hansjörg ganz ausgedehnt spazieren, dass der richtig ausgepowert is am Abend und viel gähnen muss und dann schaut der angehende Herr Doktor der Biologie gaaaaaanz genau hin ob da jetzt eine von den „zu Hause geblieben“ mitgähnt und dann macht er ein Stricherl „Hansjörg gähnt, Emma gähnt nicht, Ivy-Blue gähnt auch, steht aber mit dem Rücken zu Hansjörg, ist vielleicht einfach gelangweilt; demnach nicht in Zusammenhang zu bringen.“ Sowas heißt dann Wissenschaft.

Tirol isch lei oans?!

Ich glaub, ich bin eine schlechte Tirolerin. Irgendwie fehlt mir ein Enzym oder was. Hab ich mir gestern beim Raften gedacht. Nicht nämlich, weil ich die Sachen nicht kann oder mag, die man so können oder mögen sollt als Tirolerin, was weiß ich, alles mit Action, Snowboarden, Klettern oder eben Raften und generelles tough sein. Weil erstaunlich geschickt stell ich mich an bei vielem und mein Körper lässt auch sonst auf Sportlichkeit schließen aber eben nur Fasade. Die sind ja alle völlig irre hier. Dass da (meiner) einer bis halb 12 schläft zum Beispiel, allen anderen komplett unverständlich. „Verwienert“ nennen sie das dann, selbst waren sie bis zu dem Zeitpunkt nämlich schon auf mindestens einem Gipfel, damit dann am Nachmittag noch Zeit bleibt um auf die Höttinger Alm zu radeln oder was. Da kann man ganz schön unter Druck geraten. Wer zumindest am Wochenende kein Gipfelkreuz umarmt hat, egal zu welcher Jahreszeit, der hat entweder eine richtig gute Ausrede (Operation einer Sportverletzung, 2-tägiges Begräbnis, Gebären..) oder er schämt sich wenigstens ordentlich. Ist weder noch der Fall, dann schon fast Infragestellung der Seinsberechtigung. Ich will mir ja nicht anmaßen zu behaupten, dass die alle was zu kompensieren haben, aber ein bissl schaut mir das schon nach Hinterherrennen aus. Vielleicht haben die bei der Erfindung des stehenden Spruches „Bisch a Tirola, bisch a Mensch“ auch einfach vergessen, den zweiten Teil mit aufzuschreiben, der da heißen müsste: „…aba sicha nit unter zwoatausenachthundat Meta! Hasch mi?!“

Boa, jetzt war ich sooo…

…müde wie schon lange nicht mehr. Kennt man ja, diese profunde, abgrundtiefe Müdigkeit, wo man weinen könnt, weil man auf der Couch sitzt und das Bett aber im Zimmer ist und man überhaupt gar keine Ahnung hat, wie mans dort hineinschaffen soll, weil da müsst man ja aufstehen u ein paar Schritte tun und das kann man sich eben nicht vorstellen, wie das/man jetzt noch gehen sollt. Da is mir dann wieder eingefallen, die schlimmste Müdigkeit meines Lebens. Die hat mich vor ein paar Jahren in New York übermannt. Da steh ich in Manhattan, es ist November und plötzlich trifft sie mich von jetzt auf gleich. Nicht kommen gesehen hab ich sie, monatelang ist alles gut gegangen mit feiern und produktiv sein und ständiges Schlafdefizit aber eben alles so aufregend, dass sich alles ausgeht. Sogar, dass ich keinen eigenen Schlüssel zur Wohnung in Brooklyn hab, damit der böse „landlord“ nicht rafft, dass ich da auch lebe, war nie ein Problem, weil hey, was kostet die Welt und wenn (noch) keiner da ist, dann geh ich eben nicht heim und lass mich stattdessen vom nächsten Abenteuer finden und meistens hat eh alles ohne große Planung gefunzt- kennt man ja, wenns flutscht, dann flutschts! Nur jetzt da am Vormittag Mitten in Manhattan halt Umkehrschluss. Weil plötzlich funzt gar nix! Nicht nur bin ich hundemüde, sondern es bläst auch der Wind grausig von allen Seiten mit inklusive Schnee und zum ersten Mal arschkalt und von 3 Mitbewohnern erreich ich nicht mal einen halben und von den ganzen Freunden auch niemanden, wobei das würd eh auch nix mehr bringen, weil ich würds keine 5 blocks mehr dalatschen. Jetzt in Wien würd ich mich vielleicht einfach in ein Kaffeehaus setzen und ein bissl auf der Tischplatte schlafen, also mit dem Oberkörper, nicht als a ganza. Aber das kannst in N.Y.C echt vergessen. Weil das is vielleicht die Stadt mit den tausend Möglichkeiten, Tellerwäscher-Millionär und so, aber wo 5 Minuten länger sitzen als konsumiert wird, is nicht. Und sicherheitshalber machen sie ihre hunderttausend Starbuckse direkt so ungemütlich, dass man gar nicht auf die Idee kommt, ein kleines Büsi zu machen. Mit letzter Kraft google ich, ob ein Kino in der Nähe ist. Fehlanzeige. Die Tränen kommen. Ich kann mich ohne Übertreibung kaum mehr auf den Beinen halten und mir mit Matschgehirn auch nix mehr überlegen, außer, dass ich sofort wo liegen muss, sonst sterben. Und dann schon interessant, wenn nix mehr geht, vor lauter Überlebensinstinkt schließen sich doch im letzten Moment noch irgendwie Synapsen kurz oder was und lenken meinen Körper in den H&M vor dem ich stehe und da nehmen sich meine Arme wahllos Klamotten von den Stangen und zwar soviele, dass sich keiner wundert, dass das so lange braucht in der Kabine, in der ich verschwinde, meinen Wecker auf 22 Minuten stelle, mich auf dem selbst mitgebrachten Kleiderhaufen zusammenrolle und den wahrscheinlich notwendigsten Powernapp meines bisherigen Lebens einlege…

Generation WTF

Also wir sind ja so circa Generation Y, soweit ich weiß. Unsre Eltern haben uns suggeriert, dass sie an uns glauben und wir das auch tun sollen und dann ist alles möglich so ungefähr. Ich bin im Zug nach Innsbruck (ja, drex-ÖBB aus Mangel an Alternativen) und eben in Salzburg 3 nervtötende Kinder (oder Teenies oder irgendwas dazwischen) zugestiegen, mit einer Mutter und noch einer Frau, deren Familienzugehörigkeit mir noch nicht ganz klar ist. Die Tante, Freundin oder was auch immer, jedenfalls ununterbrochen die Laber offen und das in massivem Vorarlbergerisch, was ich grundsätzlich ganz süß finde so als Dialekt aber die Tussi nervt gewaltigst und da hilfts dann auch nicht. Jedenfalls wird über die Zukunft der Kinder gesprochen, von wegen, was die Lara denn jetzt anfangen will, wo sie mit Capoeira aufhört, wegen der blöden Buben und obendrein ihr Einrad vernachlässigt. Die Gsi-Tante ist ganz aufgeregt und voll pro Volleyball. Das hätt sie immer so interessiert nämlich, nur fehlt ihr leider an Ballgefühl. Ich finde, es fehlt ihr vor allem an Taktgefühl, aber mich fragt wie üblich keiner. Was sie am Volleyball besonders toll findet, ist das Beachvolleyball, weil, „übarleag amol, des isch total lässig, da kommscht überall uf da Welt herum und vadiansch guat als Beachvolleyballerin!“(Hä??) Lara ohnehin nicht sonderlich interessiert, will lieber Springreiterin werden, hat wohl am Wochenende auf einem Pony gesessen oder was. Klar, ich wollt auch mal Müllabfuhrmann werden (wegen der orangenen Outfits und dem außen am fahrenden Auto stehen dürfen) und dann doch Zirkusmädchen (bis meine Mama mich mal im Zirkus auf die fehlenden, vom Löwen abgebissenen, Finger vom Zirkusmädchen aufmerksam gemacht hat) und bestimmt sind solche Fantasien gut und wichtig und sollten so kleinen Menschen nicht ausgeredet werden ABER: diese Lara ist locker 14 Jahre alt. Und sieht nicht im geringsten nach Beachvolleyball oder Springreitstar in spe aus. Ich weiß natürlich nicht wie so wer aussehen würde aber man hat so ein Gefühl trotzdem.. Ich mein, den Müllabfuhrtraum zum Beispiel halt ich für relativ zeitlos in seiner Realisierbarkeit, wohingegen das Zirkusmädchen recht bald abgefahren ist, wenn man nicht irgendwann (und da is 13 wahrscheinlich schon echt knapp) mit dem Trainieren von diversen Dingen, was weiß ich Zirkusmädchenbasics halt, wie Flick-Flack und Co, begonnen hat. Jedenfalls denk ich mir grad, dass is echt nochmal Steigerung diese Generation Z. Also nicht nur, wir glauben an dich und du kannst machen, was du willst, sondern gleich Versprechen inklusive Gehaltsaussichten, nach denen nicht mal wer gefragt hat..