Drextag

Es gibt ja bekanntlich Tage, an denen geht überhaupt nix. Genau so einer ist heute. Akut lieg ich im dunklen Badezimmer flach auf dem Rücken (natürlich in einer Lacke, die ich nach dem Duschen vor Stunden übersehen hab, also Rücken jetzt fetznass, na sehr super, is ja wieder typisch) mit einem Handtuch über dem Gesicht und wein ein bisschen. Ich soll lieber Wein trinken, meint der Tom und stellt mir ein Glas auf den Bauch. Das hilft, aber auch nur ein ganz kleines bisschen. Dass es halt so Tage gibt, sagt er auch und dass man besser dran ist je frührer man akzeptiert, eben gerade so einen erwischt zu haben. Stimmt wohl, fällt mir aber schwer grad. Am meisten ärger ich mich über mich selbst (wie immer) weil ich ja der Trottel bin, der unbedingt am schönsten Tag der Woche bei hundertmillionen Grädern im Schatten sein Radl reparieren will. Ja logisch, weil ich doch an die Donau RADELN will und weil ich glaub, dass die Aktion eine Stunde dauert, was sie normalerweise auch tut, aber nicht wenn eben ganz und gar nix funktioniert!! Jetzt hats also 7 Stunden gedauert, weil zuerst Schlauch flicken, dann reinwurschteln, wieder dran montieren, dann zum Radlgschäft aufpumpen, wieder retour zum Nachadjustieren, dann Watsche, weil Luft doch wieder raus also wieder abmontieren, wieder zum Radlgschäft neuen Schlauch kaufen, wieder retour und neuerliches Reinwurschteln, dann wieder Radlgeschäft aber Radlgeschäft jetzt geschlossen also nix mit aufpumpen, drum Radlgeschäft suchen, dass noch offen hat und hinschieben, dann endlich alles voller Luft, die sogar drin bleibt, dann vermeintlich los aber jetzt schleift was, was verfi**t nochamal schleift da jetzt bitte?! Der Reifen an der Gabel is es also wieder heim und runter und rauf und jetzt passts. Aber wenn was seeeeeeeehr lange braucht, bis es passt, irgendwie Erfolgserlebnis gegen Null. Und da kommt meine innere Ego-Stimme dann vom Hundertsten ins Tausendste: wann hab ich bitte das letzte mal ein Erfolgserlebnis gehabt? Hab ich überhaupt irgendwann schon mal eins gehabt? Wahrscheinlich hab ich noch nie ein Erfolgserlebnis gehabt!!? Wie unfair ist das denn bitte???
Und jetzt hör ich auf zum sudern, freu mich, dass heute bald vorbei ist, schwing mich in den Sattel, fahr zu irgendeinem Brunnen und leg mich dort hinein.

Westbahnfa(h)n?

Also heute zum Beispiel fahr ich mit dem Zug und da muss ich schon sagen, diese Westbahn, die hat schon was. Also in dem Fall Motivation nicht politisch oder was- ich hab auch den Überblick verloren, wer da die Bösen sind-sondern einfach Westbahn fährt vom Westbahnhof und bleibt in Wels stehn und dann quasi positiver Nebeneffekt, kostet der Spaß bei Kauf in Trafik nur 14 statt 22€, weils heut so heiß ist oder so ähnlich, jedenfalls unschlagbar günstig. Günstiger wär wohl nur mehr zu Fuß und da denken die sich vielleicht, dass das bei der Hitze ja eine Zumutung und machen dann gleich noch eine Aktion drauf. Mir sehr recht, weil zu Fuß dauert sehr viel länger und zum Sitzen kommt man bei der Geherei auch nicht und da bin ich gleich beim nächsten Punkt: Es sitzt sich sehr gemütlich! Und das fällt mir auf, weil das bin ich gar nicht mehr gewöhnt beim Zugfahren. Ich hab da nämlich eine Theorie, wie die sich entschieden haben, welche Sitze sie denn in ihren super-speedigen ÖBB Railjet reinbauen solln: Da haben die, sagen wir mal, hundert Testpersonen auf hundert Testgarnituren testsitzen lassen und sobald wer gesagt hat „ui, das ist eigentlich ganz gemütlich!“, ist er schon rausgeflogen, der Sessel. Daran kann man schon erkennen, wie ich die Sitze im Railjet finde, nämlich gar nicht so gut.

Das ist Wien…

…hab ich zumindest dem Besuch aus Texas erzählt. Auf das hinauf nämlich, dass wir gestern um 6 Uhr in der Früh, verballert aus dem Vestibül (ja, so ein blog kann angeblich auch dafür da sein, zu erzählen, wo man so überall war und hingeht und der Impulstanz-Party-Sommer hat letzte Woche begonnen, also geht man jetzt immer ins Vestibül, damit ihr das auch mal wisst!) den Ring entlang in Richtung Operngasse spaziert sind. Und das ist ja überall Wien also stimmt die „Das ist Wien“ Aussage natürlich immer, gemeint hab ich allerdings konkret die nackte Frau auf der Treppe direkt vor dem (verschlossenen) Eingang der Secession. Wir latschen nämlich grad dran vorbei und ich ganz Touri-Führerin, erzähl was mir so dazu einfällt, viel ist es eh nicht, aber eben ein bissl Klimt und so und da entdecken wir sie. Steht da hinter ihren operierten Brüsten, gut eingeleuchtet von der eben aufgegangenen Sonne und ist am Posen. Den dazugehörenden Fotografen findet man fast gar nicht, drückt der sich so an die Mauer von diesem Novomatic Palais, oder was das da ist auf der gegenüberliegenden Straßenseite, als tät er damit verschmelzen wollen. Sowas hab ich vorher noch nicht „erlebt“ in Wien, aber das muss ich ja keinem unter die Nase reiben, kommt freilich total gelegen, schön unterstreichen das Klischee von wegen Offen- und Coolheitsfaktor, von dem die Amis in ihrem eigenen Land nur träumen können.

Hier bin ich wieder…

…und drüber nachgedacht hab ich, viel herausgekommen ist trotzdem nicht. Na gut, soviel da drüber nachgedacht stimmt eh auch nicht. So ist das ja immer mit dem Nachdenken. Man kommt so schnell vom einen ins andere und dann hat das andere oft gar nix mehr zu tun mit dem einen und wie man dort hingekommen ist, kann man auch nicht mehr nachvollziehen, sprich schon sehr abstrakt dieses Denken insgesamt. Ich mir also überlegt -Hm… Wie mach ich das jetzt mit dem blog und soll ich jetzt doch einen fremden lesen und wenn ja welchen- und dann ganz plötzlich denk ich drüber nach, dass ich überhaupt keine Höhenangst hab, im Gegenteil, am liebsten hätt ich soviel Geld, dass ich ständig aus einem Flugzeug oder von einer Brücke springen oder mich irgendwie in die Luft specken lassen könnt. Da gibt’s ja einige von meiner Sorte und dann gibt’s eben auch die, die ganz anders sind und überhaupt nicht gerne irgendwo oben stehen, geschweige denn runterspringen und denen das auch überhaupt keinen Spaß machen würde, die wollen nicht mal im Prater irgendwie Achterbahn oder was. Und dann die Frage, wie sowas sein kann. Und jetzt meine Überlegung:  Vielleicht hat es ja was mit der Größe zu tun? Also jetzt nicht irgendwie übertragener Sinn, von wegen innere Größe, sondern Körpergröße also Höhe quasi.  Und jetzt auch nicht unbedingt die eigene Größe, weil klar, wenn ich groß bin, also sagen wir mal 1,78m, dann sind meine Augen so schätzomativ auf 1,69m und das ist schon weiter oben, als wenn jemand nur von einem Meter und ein Bissi auf den Boden schaut, aber daran gewöhnt man sich, weil man ja mitwächst mit seinen Augen und der Umwelt und allem, also eher relativ der Unterschied. Aber die Größe der Eltern vielleicht. Weil am Anfang wird man ja immerzu aufgehoben und herumgetragen und das in Relation zur eigenen Körpergröße (die meist sehr klein ist) so und anders ziemlich hoch und wenn man dann noch sehr große Eltern hat, hängt man ja die meiste Zeit umso weiter oben in der Luft ab. Schon klar, mit dem Wissen um die Schwerkraft ist es beim Baby wahrscheinlich noch nicht soweit her und Sehstärke sowieso irgendwas aber vielleicht trotzdem instinktiv?  Also ich würd mir jetzt nicht anmaßen, zu behaupten, dass alle mit großen Erziehungsberechtigten, keine Höhenangst haben aus Gewohnheit quasi und die mit der Höhenangst von ganz kleinen Eltern sind, aber ich könnte!-Is ja immerhin mein blog.. 😉

 

Hallo Welt…

…das ist mein erster Eintrag auf meinem ersten blog. Sagt man das überhaupt so? Auf dem blog oder in dem blog oder ist ein Eintrag eh schon der blog?  Und wie schreibt man da überhaupt? Mit Großbuchstaben oder doch alles klein? Klar, hätt man sich auch ein bisschen schlau machen können im Vorfeld, was weiß ich, anderer Leute blog lesen zum Beispiel. Diesbezüglich bin ich eine 80 Jährige im Körper einer 30 Jährigen. Vielleicht nicht nur diesbezüglich, sondern generell, Lebenserfahrung und so, drum bild ich mir ja auch ein, dass ich was zu erzählen hab. Und drum les ich auch (noch) keine anderen blogs, weil dann komm ich bestimmt drauf, dass es eh alles schon gibt und schmeiß direkt wieder hin. Wobei meine Oma ist über 80 und glaub ich nicht so ignorant, was das Internet und alle Beteiligten betrifft, also wohl wieder Mumpitz das mit dem inneren Alter. Ich denk da mal drüber nach und dann meld ich mich wieder.

Oh aja und das Foto mit der Nudel hab ich selber gebastelt und da kommt noch mehr…