Neulich bei Ikea…

…war gut was los. Vielleicht insgesamt Schnapsidee, an so einem Freitag Nachmittag in den Semesterferien, aber ja, hinterher immer leicht mit dem schlau sein. Außerdem hab ich sowieso jedes Gefühl für Schulferien verloren, von wegen wann da was anfängt und aufhört und hab auch nie so dran geglaubt, dass das jetzt wirklich solche Auswirkungen. Ich brauch außerdem nix vom Ikea, das wär vielleicht das Hauptargument dagegen, aber/und ich bin ein bissl verkatert und will lieber wo mitmachen als alleine sein und dann natürlich Köttbullar. Ich glaub ja sowieso, dass die der Hauptgrund sind, warum alle zum Ikea rennen und keiner, was weiß ich, zum Kika. Und die Farben natürlich. Also gelb mit blau funktioniert schon sehr gut, da haben die seit jeher ein Gefühl dafür, die Schweden. Rot immer eher schwierig. Muss man schon der Typ dafür sein. Und ich glaub eigentlich, bei dem Kika-rot, das schreit so, da ist niemand wirklich der Typ dafür. Egal jetzt, ich hab was blaues an und mir wird versprochen, wir gehn als allererstes zu Köttbullar&Co und dann auf Tour. Wir sind ganz offensichtlich nicht die Einzigen, die sich für diese Reihenfolge entscheiden. Jetzt, wenn man in so einer Schlange am Essen vorbeischleicht, natürlich Gefahr groß, es ein bissl zu übertreiben. Nocheinmal hinten anstellen für Nachschub ist nicht, also besser gleich die Schäfchen ins Trockene bringen. Das Endergebnis ist, dass wir total vollgestopft und jetzt schon nicht mehr annähernd im Zeitplan sind. Wir latschen los. Schon bei den Kindersachen kann ich nicht mehr. Moment, die Kindersachen kommen ganz am Ende, falsche Richtung, wieder zurück. Das bisschen Energie, das ich habe, ist mit Verdauen beschäftigt, ich schlurfe, in eine Decke gewickelt-weil plötzlich kalt- meinen Freundinnen hinterher und denke drüber nach, was ich eigentlich für ein massiver Trottel bin. In meinem Bett könnt ich liegen, in aller Ruhe, aber nein, wegen so ein bissl Fleischballi bin ich jetzt für Stunden und Stunden in hell erleuchteten Räumen mit Durchsagen in schwedischem Akzent und gefühlt Millionen von Menschen in einem ewigen Trott gefangen. Immer den Pfeilen nach. Und das reiben’s dir ja schon unter die Nase, bei den ganzen gemütlichen Schauräumen und ich bin da in meinem Zustand jetzt vielleicht auch anfälliger als sonst, dass wenn ich da wohnen würde, ich jetzt zu Hause wär. Ach Zuhause… Ich kann endgültig nicht mehr. Jetzt tut sie schon weh die Müdigkeit, langsam aber sicher. Die Mädls diskutieren Küchenkästen oder was, ich sag irgendwas von wegen „ich lieg dann am Weg“ und schlurfe einer ungewissen Zukunft entgegen. Durch die Küchenabteilung, dann irgendwas mit haufenweise Büro- und sonstigen Sesseln. Es kommt mir wie eine Ewigkeit vor, aber endlich ist da wieder was mit ausgestellten Betten und da such ich mir ein gut ausgeleuchtet exponiertes, damit ich hier nicht vergessen werde, leg mich rein und bin sofort weg. Ikea- entdecke die Möglichkeiten.

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